Gedicht: Traumtränenland
28. Mai 2009 von Donna
Wir trafen uns im Traumtränenland
an dem Tag, an dem ich unsichtbar wurde.
“Wie soll ich nur hineinschlüpfen
in diese neue Identitätslosigkeit?”, fragte ich dich.
“Ja”, sagtest du, “anfangs fühlt man sich sehr verloren…”
aber dann -
irgendwann
erkennst Du Deine
Identität
im Innern
die Tränen
vergehen
Liebe Grüße
Barbara
Ich wünsche Dir ebenfalls einen schönen Tag.
Unsichtbar werden - ja, das stelle ich mir sehr irritierend vor…
Einen lebendigen Tag wünsche ich dir, Donna!
Probleme mit der Unsichtbarkeit?
Doch nur, wenn man nicht wenigstens einmal in diesem Leben eine wunderbare schamanistische Übung zum Unsichtbarwerden geübt hat. Dabei verliert man in keiner Weise seine Identität, im Gegenteil, man ist sich sehr bewusst, wer man ist und dass man selbst entscheiden kann, ob man gesehen werden möchte oder nicht.
PS funktioniert bestimmt - die Einzigen, die einen trotzdem sehen, sind die Kinder.
LG
Curt
Identität. Was ist das denn überhaupt? Wird es nicht im oberflächlichen Sinne durch unser Bewusstsein definiert? Und wieviel Wert messen wir dem Bewusstsein zu, währenddessen wir doch eigentlich von unbewussten “Mächten” gesteuert werden - was wir in letzter Instanz ja auch nur wieder wir selbst sind.
Ist Identität vielleicht eine Luxuserscheinung, die wir uns “leisten” können? Ist sie tatsächlich wichtig? Müssen wir für unsere Identität uns selbst bewusst sein? Und wenn ja, wozu?
Könnten wir nicht auch ohne dem leben? Nicht vielleicht sogar viel besser, selbstloser?
Sehr provokant gefragt
… aber ich finde das Thema faszinierend. Super spannend. Deine Geschichte, liebe Donna, ist inspirierend. Daraus könnte man noch soviel machen. Dieser kleine Ausschnitt macht neugierig auf “mehr”.
Curt, du alter Schamane!!! Ich antworte dir per e-Mail.
LG - Donna
Liebe Julia!
Da wirfst du ja eine Menge an Fragen auf, die ich leider nicht auf die Schnelle beantworten kann. Das Thema “Identität” wird immer aktuell sein!!!
LG - Donna
….und man fühlt sich nicht nur anfangs sehr verloren…
LG
Anguane
Die Identität, wie sie im allgemeinen verstanden wird, hat sich so verfestigt, dass Übungen, wie das Unsichtbarwerden, wie es Curt nennt, eine gute Sache ist. Wir lockern die zu “fest gedachte Struktur” des Körpers.
Er ist eben nicht alles. Die Wichtigkeit ändert sich und aus dem Traumtränenland wird begehbares Feld, dass in keiner Weise traurig ist. Wir haben die Wahl. Es ist der Geist der bestimmt. Wir lassen uns dann von unserem Körper samt seinen Gedankenstrukturen nicht mehr so tyrannisieren.
Liebe Grüße
Barbara