Daily Musings: Traurigkeit
25. Februar 2010 von Donna
In dem “Märchen von der Traurigkeit” von Inge Wuthe spricht die ‘Traurigkeit’ zur ‘Hoffnung’ :
“Und dabei will ich den Menschen doch nur helfen. Wenn ich ganz nah bei ihnen bin, können sie sich selbst begegnen. Ich helfe ihnen, ein Nest zu bauen, um ihre Wunden zu pflegen. Wer traurig ist, hat eine besonders dünne Haut. Manches Leid bricht wieder auf wie eine schlecht verheilte Wunde, und das tut sehr weh. Aber nur, wer die Trauer zulässt und all die ungeweinten Tränen weint, kann seine Wunden wirklich heilen. Doch die Menschen wollen gar nicht, dass ich ihnen dabei helfe. Statt dessen schminken sie sich ein grelles Lachen über ihre Narben. Oder sie legen sich einen dicken Panzer aus Bitterkeit zu.”
Aus: Alle Farben dieser Welt Ein Märchenbuch Lucy Körner Verlag Fellbach 1995
HILFE!
Ich komme ja überhaupt nicht mehr nach mit dem Lesen!


Dabei bleibt der Fernseher trotz Olympiade meist ausgeschaltet.
Dabei lese ich so viel wie noch nie in meinem Leben.
Sogar die Spaziergänge reduziere ich schon,
obwohl das ja nun wirklich nicht gesund ist
Trotzdem bin ich bei ‘DIE EINSAMKEIT DER PRIMZAHLEN’
erst auf Seite 280
Und dann muss ich doch noch die März-Geschichte schreiben.
Liebe Donna, für den Fall, dass du eine Lehrerin bist,
habe ich eine Frage:
‘Stresst du deine Schüler auch so?!?’
Atemlose Grüße
von
Jorge D.R.
Ja, die Traurigkeit - auch sie gehört zu uns wie die Märchen, die uns solche Einsichten vermitteln.
Schöne Grüsse zu dir, Donna.
Brigitte
Wie schön das passt!
Nur, liebe Frau Hoffnung und liebes Fräulein Traurigkeit, Tränen, die mag heute keiner mehr sehen. Die weint man deshalb so leise und verborgen, dass selbst Ihr beiden Ladies das kaum noch mitbekommt.
Danke für diese Geschichte
und liebe Grüße
Elana
Wunderschöner Text!
Ja, wenn man sagt, man ist traurig, dann kommt meist gleich ein “Aber” … Traurigkeit zulassen, das können nur wenige. Und wehe, man spricht davon …
Das Weinen haben wir großteils verlernt, wir müssen es wieder lernen, es ist so wichtig.
Auf die Traurigkeit und das Weinen, das uns reinigt.
Wie schön, Donna!
Das Buch steht auch in meinem Bücherregal (und ich hab es gelesen
)!
..grüßt dich syntaxia
…ein dicker panzer besteht gar manchmal nicht aus bitterkeit, sondern er bietet schutz für eine weile…solange die/der gepanzerte hilflos ist…
@Jorge D.R.
Lieber Jorge!
Nein, stressen würde ich das nicht nennen, aber ein bisschen flott geht es bei mir schon zu.
Der Unterschied besteht aber darin, dass du das alles freiwillig machst…
Meine Schüler dürfen sich da nicht so viel aussuchen, die müssen wohl oder übel mitziehen.
Also, entspann dich, denk an deine Gesundheit und finde dein eigenes Tempo. Du bist doch in der glücklichen Lage, dir all das auszusuchen, was dir Spaß macht!
Ach übrigens, die Frau Wildgans (s. Blogroll), die legt wirklich ein Lesetempo vor, bei dem einem schwindelig wird!!!!
Hab einen schönen und stressfreien Tag mit dem einen oder anderen Tässchen Kaffee, lieber Jorge!
LG - Donna
@all
Nur wenn wir die Traurigkeit herauslassen, dann ist auch wieder Platz für das Glücklichsein!
Ach ja, und die Tränen, das sind die göttlichen Putzfrauen…
Liebe Grüße zu euch - Donna
ja, die rezepte für den umgang mit traurigkeit sind schnell bei der hand. jede will wissen, wie frau es tun sollte. doch die artundweise ist nicht festzulegen. es hängt von der seelenbeschaffenheit ab. und die ist jeweils verschieden.
weinen oder nicht - was spricht dafüt, was dagegen?
einen schönen abend, donna,
rosadora
Schöner und wahrer Text!
Liebe Grüße
Renate