Momentaufnahme: An meine Geschichten
6. März 2010 von Donna
An all meine zu schreibenden Geschichten…
Ihr fühlt euch vernachlässigt, ich weiß. Ihr schwebt um mich herum, wollt meine Hände zur Tastatur führen, wollt ins lesbare Buchstabenleben geboren werden, um sichtbar zu werden für die Menschen. Ja, ich spüre euch, ich sehe euch, ich formuliere euch in Gedanken - zugegeben, nicht so häufig wie sonst, denn da ist etwas, das euch in einen Winkel drängt, in dem ihr euch gar nicht wohlfühlt, in dem ihr vielleicht sogar sterben werdet. Eure zarte gedankliche Existenz ist bedroht. Ihr kennt eure Feinde, es sind riesige Papierstapel, genauer gesagt Heftstapel, in die Schüler erst mit blauer Tinte schreiben und Lehrer danach mit roter.
Aber ihr kennt das doch, möchte ich euch zurufen, das sind nun einmal Phasen, durch die ihr hindurch müsst, wenn ihr unbedingt mit einer Lehrerin zusammenleben wollt. Also, formulieren wir es mal so: Ihr habt jetzt Ferien, tollt herum, baut Schneemänner und Schneefrauen, schlaft lange, geht ins Kino, lasst es euch richtig gut gehen. Denn wenn ich Ferien habe, dann ist es mit eurer Faulenzerei vorbei!!
9 Reaktionen zu “Momentaufnahme: An meine Geschichten”

Liebe Donna, das hast du schön geschrieben. Das nenne ich eine gesunde Geschichtenkommunikationsebene.
Werde ich mir für Zeiten anderweitiger Beschäftigung merken. 
Alles Liebe Karin
das ist die schwierigkeit - wenn andere arbeiten müssen, habe ich frei.
deine worte scheint das gleiche schicksal zu treffen, liebe donna.
sie werden sich gedulden und nachdem du es ihnen gesagt hast, sich auch frei fühlen.
einen schönen schneetag
rosadora
Ach, das ist eine schöne “Ansprache”.
Und der Gedanke ist mir garnicht so fremd. Ich habe ein paar Reiseberichte, die mit ihrem kleinen Hämmerchen immer mal wieder auf meinem schlechten Gewissen rumkloppen. Und sie rufen: “Nun mach uns endlich fertig. Bald wirst du wieder verreisen, und dann sinken unsere Chancen gegen Null eines Tages noch fertig geschrieben zu werden! Das ist nicht fair!”
Ich wünsche dir ein schönes Wochenende, liebe Donna. Und ich hoffe, es wartet nicht nur Arbeit auf dich sondern auch ein wenig Erholung und Spaß.
hach, wie guuut ich das kenne!!!
danke für diese pere zum tag!
liebgrüss, d.
Liebe Donna, prosaischer konntest du uns kaum verklickern, dass du keine Zeit hast. - Wir sind geduldig, geduldiger als deine Geschichtengedanken, die dich bedrängen.
Liebe Grüße von Clara
Lass Dich nicht noch unnötig von den drängenden Geschichten unter Druck setzen, die nächsten Ferien kommen bestimmt. Die zu schreibenden Geschichten müssen sich gedulden lernen und sich im Vertrauen auf ihre Erfinderin üben, denn die wird sie schon beizeiten zu Papier bringen. Dessen bin ich mir sicher ;-).
Wunderbar geschrieben.
Erhole Dich gut am Wochenende!
LG
Anguane
Also ich würde mich als Gedanke bei dir pudelwohl fühlen, mich austoben, wenn du es mir erlaubtest und glücklich und erholt antanzen, wenn du mich wirklich mal wieder brauchtest…
Viel Spass bei der vielen Arbeit Donna - und gönn dir zwischendurch ein paar Pausen!
Liebe Grüsse,
Brigitte
@all
Danke für eure mitfühlenden Kommentare.
Tatsächlich hatten meine Geschichtengedanken gestern einen zauberhaften Tag - nur bei einem kurzen Spaziergang meinerseits waren sie plötzlich ungerufen sofort zur Stelle.
Habt einen schönen Sonntag! LG - Donna
Schön geschrieben und auch für mich zutreffend. Auch beim nächsten Mal werde ich leider nicht mit einer Geschichte teilnehmen können. Außer unseren Renovierungsarbeiten sind noch zwei familiäre Umwälzungen dazugekommen. Da saust es nur so im Kopf und für nichts anderes ist mehr Platz.