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Momentaufnahme: Das Wasser des Lebens

13. März 2010 von Donna

Heute am Samstag nehme ich nicht freiwillig an einem Projekt teil, das mir Erfahrungen bescheren soll, wie es ist, wenn man 10 Stunden ohne Wasser auskommen soll. Wasser aus der Leitung! Es gibt größere Kanalarbeiten am Wochenende! In dem Ortsteil, in dem ich lebe, darf man das Leitungwasser schon seit Tagen nur noch als Lebensmittel verwenden, wenn man es 10 Minuten abgekocht hat. Bedenklich!

Zum Zähneputzen und Kochen benutzen wir ausschließlich stilles Mineralwasser. Ein paar Eimer Wasser für alle Fälle - wie oft muss man denn müssen innerhalb von 10 Stunden? - stehen bereit.

Wegen möglicher Eisen- und Manganreste kann es auch in den folgenden Tagen nach der Rohrnetzspülung zur Braunfärbung des Wassers kommen - seien Sie vorsichtig beim Wäsche waschen. Auch Druckabfälle sind zu erwarten.

Druckabfälle - heute morgen beim Duschen schon erlebt - zwei Stunden vor Beginn der Aktion! Das kleine Rinnsal war herrlich warm - und der Duschschaum sehr hartnäckig.

Und zur Not packe ich meinen ganzen Arbeitskrempel ein und fahre in die Schule - denn die ist ja sowieso mein zweites Zuhause…

Geschrieben in Momentaufnahmen | 9 Kommentare

9 Reaktionen zu “Momentaufnahme: Das Wasser des Lebens”

  1. am 13 Mrz 2010 um 09:401rosadora

    DAS MIT DEM WASSER IST JA BEDENKLICH.
    bei mir war diese woche auch so ein gejöhre mit kanalisation und abgestelltem wasser. dass es nicht trinkbar ist, haben sie nicht verraten.

    unser wasser - lebenselexier nummer eins - da müssen wir uns schon drum kümmern. und nicht so viel duschen und waschen und, und, und… geht alles wieder ins trinkwasser zurück…

    prost
    rosadora

  2. am 13 Mrz 2010 um 10:182Himmelhoch

    Liebe Donna, hätten wir gemeinsam den einen “Schauspielkurs” von der Volkshochschule besucht, wärest du unter der Dusche nicht so ratlos gewesen. Thema damals: “Voll eingeseift wird Wasser vollkommen abgestellt.”

    Ein schönes hellwässriges Wochenende wünscht dir Clara

  3. am 13 Mrz 2010 um 10:373Donna

    @Rosadora

    Ja, Wasser ist ein kostbares Gut! Wir kümmern uns viel zu wenig drum…

    Hoffe, dass das Wässerchen am Abend nicht getrübt ist.

    LG - Donna

  4. am 13 Mrz 2010 um 10:414Donna

    @Himmelhoch

    Es ging auch ohne Schauspielunterricht ganz gut - ich war selbst ganz erstaunt!!!

    Nun denn - liebe Grüße zu dir! Donna

  5. am 13 Mrz 2010 um 11:015syntaxia

    Erst in solchen Situationen merken wir, was wir am kostbaren Nass haben.
    Liebe Donna,
    ich habe eine solche Aktion erlebt als ich in einem 8 Personen Haushalt mit diversen Haustieren arbeitete. Jeden Tag 5-10 Maschinen Wäsche, 1-2x Spülmaschine, Duschen und eine Arztpraxis dazu.. ohne Wasser!
    Das Trinkwasser wurde anschließend so stark gechlort, dass es im ganzen Haus nach Schwimmbad roch. Wir schleppten Literweise stilles Wasser ins Haus..

    Verständnisvolle Wochenendgrüße!
    …schickt dir syntaxia

  6. am 13 Mrz 2010 um 12:416Karin

    Ja, Wasser sehen wir als sehr selbstverständlich an. Solche Warnungen machen mir immer Angst. Seit ich “Das fünfte Geheimnis” von Starhawk gelesen habe, ist mir erst einmal klar geworden, dass die städtische Wasserversorgung auch ein ziemliches Machtinstrument ist.
    Alles Liebe Karin

  7. am 14 Mrz 2010 um 04:597manacur

    Ich dachte, Du sprichst von Ouzo :-)

  8. am 14 Mrz 2010 um 09:128Donna

    @manacur

    Da muss ich mich aber schütteln!!!!

    @all

    Danke für eure Kommentare! Alles fließt wieder in gelenkten Bahnen…

    Liebe Sonntagsgrüße zu euch - Donna

  9. am 17 Mrz 2010 um 15:409renate

    Vor vielen Jahren lebte ich in Brüssel in einer Wohnung, bei der die Küche nachträglich eingebaut wurde. “Küche” ist allerdings sehr euphemistisch ausgedrückt. Es handelte sich dabei um eine winzige Loggia - OHNE Spülbecken. Also ich hatte weder Wasser in der Küche, noch die Möglichkeit, Kochwasser oder sonst was wegzugießen. Das war die schrecklichste Zeit meines (Erwachsenen)Lebens. Da wurde mir erst bewusst, wie oft ich in der Küche Wasser brauche und welches wegschütte.
    Bei jedem Besuch bei Freunden und Bekannten rannte ich erst in die Küche und bestaunte deren Spüle. Meinen Neid habe ich gar nicht erst versucht zu unterdrücken… ;-)

    Lieber Gruß von Renate

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Übersetzung von Fabian Künzel
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