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Happy New Year!

Was ich euch wünsche?

Von allem nur das für euch Beste

und die Bereitschaft, es auch anzunehmen!

Also, habt ein offenes Herz, denn das erkennt das Gute

und wird es auch teilen wollen mit anderen.

Wir lesen uns …

In herzlicher Verbundenheit

Donna

Merry Christmas!

Schöne Weihnachtsfeiertage

wünsche ich euch im Kreise lieber Menschen.

Jetzt ist die Zeit

für besonders liebevolle Gedanken,

für das Innehalten,

für gemütliche Stunden,

ein feines Essen,

Gespräche bis weit nach Mitternacht bei einem guten Rotwein,

Kerzenschein, Kamin, Bratapfelduft, Zimtsterngeknusper,

Spaziergänge im Schnee

und vieles mehr…

Habt eine gute Zeit.

In herzlicher Verbundenheit

Donna

Nach einer ausgiebigen Pause öffnet sich die Tür der Schreibwerkstatt nun wieder.

Ich danke allen Autoren und Autorinnen für die Teilnahme und den kreativen Output.

Und nun, es darf wieder gelesen werden. Macht es euch gemütlich bei einer Tasse Tee und Knusperkeksen.

Viel Spaß!

Der Anfangssatz lautete:

Niemand hatte damit gerechnet…

Und hier geht es zu den Autoren und Autorinnen:

Brigitte – Quersatzein!

Chinomso – Cinomso’s!

Donkys Freund – Donkys Welt!

Donna!

Eva – FelicityLebensspirale!

Jenni!

Jorge D.R. – Traumtuch!

Karin – Writresscorner!

Maiti!

Petra – Follygirl!


INSPIRATIONEN IN FLORENZ

Niemand hatte damit gerechnet, dass dieses unscheinbare dünne Heftchen aus dem Nachlass des bedeutenden Schriftstellers so persönliche Aufzeichnungen enthalten würde.

21. September 1978

Zauberhaftes Florenz. Beim Auseinanderrücken der Hotelbetten eine Damenuhr gefunden – zierlich – Platin – schwarzes Krokolederband – Handaufzug – Uhrzeit: 20 nach 5 – Gravur auf der Rückseite: D L

22. September 1978

Ich kann mich von dieser Uhr nicht trennen, aber morgen werde ich sie an der Rezeption abgeben. Wenn ich sie in der Hand halte und das Leder sich erwärmt, entströmt ihm ein zarter, pudriger Parfümhauch. D L . Bin noch nicht richtig angekommen. — Heute noch nicht eine einzige Zeile geschrieben…

24. September 1978

D – Denise? Dorothee? Diana? Es entstehen Bilder von Frauen – flüchtige Bilder, die ich willentlich nicht festhalten kann. Was für eine Frau mag D sein? Wie alt sie wohl ist? Mit wem war sie hier? War sie glücklich? – Ich würde sie gerne kennenlernen. — Nichts geschrieben.

27. September 1978

D – Daniela? Mit ganz anderen Augen betrachte ich die Frauen hier, die einheimischen und die Touristinnen, aufmerksamer, eindringlicher, seelenvoller. Fast könnte ich sagen, dass ich sie lese und vergleiche mit meinen vagen Vorstellungen von D, die sich ständig verändern wie die Namen, die ich ihr gebe. — Nichts geschrieben.

28. September 1978

D – Doreen? Traumhuschereien von D. – Woher kommen sie?  Was in mir erzeugt sie? Was lässt mich so ruhig und ruhelos gleichzeitig sein? Eine Sehnsucht in mir – eine ungekannte nach einer mir unbekannten Frau. — D nimmt zu viel Raum ein in meinem Denken und Fühlen. Heute ist sie von schlanker Gestalt, biegsam der Körper, ihr Lächeln umwerfend, ihre Bewegungen verführerisch, obwohl sie sich dessen nicht bewusst ist. Ich nehme die Uhr wieder und wieder in die Hand, bin inspiriert, tauche ein in eine ganz andere Welt, in der es an Buchstaben mangelt –  das D aber langsam anfängt zu tanzen nach einer einschmeichelnden Melodie, der ich lausche. — Reiseschreibmaschine weggepackt – sinnlos das Herumgehacke auf ihr.

29. September 1978

D – Darya? Sie ist klein, zierlich, dunkelhäutig, spricht mit leicht amerikanischem Akzent, ihre Augen ein Feuerwerk. Sie ist Journalistin – ganz klar. — Das Nichtschreiben strengt mich an – kaum zu glauben! Ich streune stundenlang durch die Stadt, die ich wie meine Westentasche kenne, ziellos, suchend.

3. Oktober 1978

D – Doris? Sie ist blond, das Haar sonnengebleicht, die Augen blau wie das Meer. Sie hat besonders schöne Hände. – Meine Verzweiflung nimmt zu – das Suchen nach D in meinem Inneren und im Äußeren ist zur Sucht geworden, der ich nicht mehr Herr bin… Was suche ich wirklich? — Schreibpause

10. Oktober 1978

D – Daisy? D – D – D – D- D… Eine lange vertane Woche – nein, nicht vertan! Die Sinne sind geschärft wie nie zuvor – in mir beginnt etwas zu reifen – ich darf es nicht stören, noch nicht in Worte kleiden. Aber bald, ganz bald, das spüre ich, werde ich schreiben, wird es überfließen – und ich habe schon einen leisen Verdacht, wovon mein neuer Roman handeln wird…

11. Oktober 1978

D L. Ein hartes Stück Arbeit liegt hinter mir – habe mit jeder Faser meines Seins alles abgespeichert, um es bei Bedarf hervorzuholen. Abreise morgen – Koffer packen – Uhr abgeben – oder nicht?

Zwillinge

Niemand hatte damit gerechnet.
Verblüfft stand Maja neben ihrem Auto und starrte auf die beiden Drachen,
die sich neugierig beschnupperten. Etwas weiter stand die kleine Marie,
die vor einem halben Jahr aus dem Waisenhaus abgehauen war. Maja hatte
sie gefunden und wusste nun auch, warum die Kleine ausgerissen ist. Sie
besaß also auch einen Drachen.
Maja blinzelte. Welcher von beiden war denn noch mal Flämmchen? Sie
sahen sich so verblüffend ähnlich.
Marie war ziemlich abgemagert und dreckig. Maja schätzte sie auf etwa
7 Jahre. Vorsichtig ging sie auf Marie zu.
"Keine Angst, ich bring dich nicht zurück ins Waisenhaus. Ich möchte nur
wissen, woher du diesen Drachen hast."
Das kleine blonde Mädchen mit den strahlend grünen Augen blickte zu Maja
auf.
"Ich habe das Ei von Flammipu im Keller vom Waisenhaus gefunden. Es lag
zwischen ganz vielen anderen Sachen, die bald an den Schrotthändler
verkauft werden sollten."
Flammipu hieß der andere Drache also. Maja musste grinsen. Was für ein
niedlicher Name.
Sie sah wieder Marie an.
Beim Anblick ihres zerissenen Kleides und der hervorstehenden
Wangenknochen stieg Mitleid in Maja auf. Ein halbes Jahr lang hat sie
sich irgendwo im Wald versteckt, nur für ihren kleinen Drachen.
"Was hältst du davon, wenn wir zum Waisenhaus fahren und ich dich dann
adoptiere?"
Maja hatte gar nicht darüber nachgedacht, was sie sagte. Es ist ihr
einfach so herrausgerutscht. Dabei kannte sie Marie erst seit 10 Minuten.
Marie machte große Augen. Eine kleine Träne glitzerte auf ihrer Wange.
"Das wäre echt das Größte! Ich wollte schon immer eine richtige Mama haben!"
Maja war gerührt. Wie süß die Kleine doch ist. Außerdem sollten wir
Drachenhalter zusammenhalten!
Sie seufzte.
"Jetzt hat Flämmchen also einen Bruder und ich habe eine Tochter. Fehlt
nur noch der passende Mann."
Das ärgerte Maja schon lange. Angesichts der angekokelten Gardinen und
den leichten Schwefelgeruch in der Wohnung, der sich einfach nicht
vertreiben ließ, hatten alle ihre Dates reißaus genommen.
Zwar traf sie sich anfagns nur in Eisdielen mit den Männern, aber früher
oder später wollten sie alle sehen, wo Maja so lebte. Sie hatte Glück
gehabt, dass Flämmchen sich jedesmal zum Spielen in den mehr als großen
Garten zurückgezogen hatte. Sonst hätten die alle wahrscheinlich noch
eine Herzattacke bekommen.
Erst ein Kind, dann kommt auch irgendwann ein Mann. Erst ein zweiter
Drache, dann kommt irgendwann... hm... der Dritte? Nein, bitte nicht.
Lieber ein sprechendes Pony oder so, aber bloß nicht noch mehr Drachen.
Sonst gehen mir noch die Feuerlöscher aus.

Niemand hatte damit gerechnet, dass er kommen würde. Aber dort stand er,
mit dem Zylinder, dem Nadelstreifenanzug und dem arroganten
Gesichtsausdruck, als wäre es allgemein bekannt gewesen, dass der Boss
kam. Schwitzend standen sie alle an ihren Plätzen, die Unterlagen
schnell und unordentlich zu einem Stapel geordnet vor sich. Keiner hatte
ihn so schnell vermutet, und das wurde langsam zu einem Problem. Der
Chef hatte irgendwie die Angewohnheit, genau dann aufzutauchen, wenn es
am ungünstigsten war.
Schon fast zitternd vor Angst stand auch er an seinem Platz, und
versuchte seine Angst zu verbergen. Wenn der Chef heraus fand, dass er
wusste, wer John Habmichr getötet hatte ,dann würde er ebenfalls auf der
Liste der Killerin stehen. Sie hatte eine gute Beziehung zum Chef und
bekam viele Namen und Infos von ihm. Sie tötete alle, die ihren Zielen
im Wege standen und schaffte es oft, den Chef dabei zu betrügen, indem
sie seine Opfer für ihre Zwecke laufen ließ. Nur er, Daniel, wusste, wie
gefährlich sie wirklich war. Und er wollte sie aufhalten. Für seine Frau
und seinen besten Freund, die beide von ihrer Hand gestorben waren.
Der Boss fing an zu sprechen, mit völlig emotionsloser Stimme: „Ich
möchte dem hier versammelten Rat gerne jemanden vorstellen: Bitte, hier
ist sie, Deckname: Q11!“
Und sie betrat den Raum.

Die Geschichten zum Schreibprojekt werden euch hoffentlich gefallen!

Der Anfangssatz lautete: Niemand hatte damit gerechnet…

Also, schaut gerne wieder rein zum Lesen und Schmökern.

Herzlichst – Donna

Wir trauen dem anderen immer nur zu, wozu wir selbst in der Lage sind, im Guten wie im Bösen. Deshalb erkennen wir als Liebe vor allem, was unserem Bild von ihr entspricht. Wir wollen geliebt werden, so wie wir selbst lieben. Jede andere Art ist uns unheimlich. Wir begegnen ihr mit Zweifel und Misstrauen, wir missdeuten ihre Zeichen, wir verstehen ihre Sprache nicht. Wir klagen an. Wir behaupten, der andere liebe uns nicht. Dabei liebt er uns vielleicht nur in einer, seiner Weise, die uns nicht vertraut ist.

U Ba zu Julia in dem Roman DAS HERZENHÖREN von Jan-Philipp Sendker  W. Goldmann Verlag   München 2004

Nach einer reichlich langen Sommer-Pause geht es weiter – so ihr mögt…

An alle Schreibwütigen!

Ich lade euch herzlich ein zu dem Kurzprosa-Schreibprojekt “Ein Start – viele Storys”, das folgendermaßen läuft:

1. Der vorgegebene Anfangssatz lautet:

Niemand hatte damit gerechnet…

2. Ihr schreibt eine Geschichte weiter, die bis  SAMSTAG, den 23. 10. 2010 – 12.00 Uhr, fertiggestellt sein soll. Ihr postet die Geschichte in eurem Blog – nicht früher als zum angegebenen Termin!

3. Alle Teilnehmer können dann über ‚Donna schreibt‘ abgerufen werden, weil ich diese dann mit entsprechendem Link poste.

4. Bitte benutzt die Kommentarfunktion, um mir mitzuteilen, ob ihr an diesem Projekt teilnehmen wollt.

5. Viel Spaß!

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Ok, am Start sind (? = vielleicht – ! = bestimmt):

Brigitte – Quersatzein!

Chinomso – Chinomsos!

Donkys Freund – Donkys Welt!

Donna!

Eva – FelicityLebensspirale!

Francis!

Jenni!

Jorge D.R. – Traumtuch!

Karin – Writresscorner!

Maiti!

Petra – Follygirl!

Sayuri – SayurisExile?



Ausgelesen!

Amors Schokoladenkuchen schmeckt köstlich  – nur ein kleines bisschen habe ich dazugeschmuggelt: einen Teelöffel Zimt, eine Prise gemahlene Nelke und ein Schnapsglas Amaretto… Mir war so danach. Das Rezept wird in meine Sammlung aufgenommen – Amor soll schließlich nicht darben… Und ich auch nicht…

Dieser Roman liest sich leicht und flockig – die Briefe, die sich Val und Lilly während der Kochclub-Phase schreiben, haben Enthüllungscharakter – immer tiefer wird der Leser/die Leserin hineingezogen in den kleinen  Cocktail aus Betrug und Verdrängung und Scham, der alle Beteiligten kaputtgemacht hat. Aber es gibt unkonventionelle Lösungen, die letztendlich doch zu einem versöhnlichen Ende beitragen.

Natürlich gab es einiges anzustreichen, was mir persönlich überdenkenswert/bemerkenswert/wichtig erschien:

Hat jemand das Recht, sich so an sein Leben zu erinnern, wie es ihm passt?

Freud: Ich kann mir während der Kindheit kein anderes Bedürfnis vorstellen, das wichtiger ist als der väterliche Schutz.

Die Freundschaft hat die Macht, dem Leben eine besondere Bedeutung zu geben.

Reise nicht so weit weg von mir, dass du vergisst, wie man nach Hause kommt.

Brauner Reis mit Cashewnüssen für den inneren Frieden (unbedingt ausprobieren!)

Fazit: Ein Frauenbuch, das unterhaltsam ist und zum Nachdenken anregt über Freundschaft im Allgemeinen, beste Freundinnen im Speziellen, über Eltern und Partnerschaft. Ach ja, allein für das Rezept „Amors Schokoladenkuchen“ würde ich glatt die fast neun Euronen ausgeben…

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