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An alle Schreibwütigen!

Ich lade euch herzlich ein zu dem Kurzprosa-Schreibprojekt “Ein Start - viele Storys”, das folgendermaßen läuft:

1. Der vorgegebene Anfangssatz lautet:

Von Leidenschaft zu sprechen, war vielleicht nicht angemessen…

2. Ihr schreibt eine Geschichte weiter, die bis  SAMSTAG, den 26. 06. 2010 - 12.00 Uhr, fertiggestellt sein soll. Ihr postet die Geschichte in eurem Blog - nicht früher als zum angegebenen Termin!

3. Alle Teilnehmer können dann über Donna schreibt abgerufen werden, weil ich diese dann mit entsprechendem Link poste.

4. Bitte benutzt die Kommentarfunktion, um mir mitzuteilen, ob ihr an diesem Projekt teilnehmen wollt.

5. Viel Spaß!

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Ok, am Start sind (? = vielleicht - ! = bestimmt):

Beate - Plauderpause?

Chinomso - Chinomso’s?

Donna!

Donkys Freund!

Doris - LichtundLiebe-Blog

Eva - FelicityLebensSpirale!

Francis!

Irene - Libra Online!

Jenni!

Maiti!

Murmeltiertag - Quergefönt!

Petra - Follygirl!

Sayuri - Sayuris-Exile!


Und hier sind sie nun, die Geschichten, die im Mai in der Schreibwerkstatt entstanden sind. Ich danke allen AutorInnen für die Teilnahme und wünsche uns viel Spaß beim Lesen.

Der Anfang lautetet: Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen…

Beate - Plauderpause!

Brigitte - LaPalmaBloggerin!

Brigitte - Quersatzein!

Chinomso - Chinomso’s!

Donkys Freund!

Donna!

Doris - Licht&Liebe-Blog!

Eva - FelicityLebensSpirale!

Francis!

Gori - LalSahil!

Jenni!

Jorge D.R. - Traumtuch!

Maiti!

Murmeltiertag - Quergefönt!

Petra - Follygirl!

Sayuri  - Sayuris-Exile!

Sterntalerchen!

Yolanda!

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen…

…langsamen Schrittes ging er an den gut gefüllten Regalen des Supermarktes entlang. Interessiert schaute er auf die angebotenen Waren, wählte bedächtig die eine oder andere Ware aus, nahm sie in die Hand und betrachtete diese dann ausgiebig von allen Seiten.

Aus den Augenwinkeln heraus beobachtete er die anderen Kunden des Ladens. Niemand beachtete ihn, er schien keine besondere Aufmerksamkeit zu wecken. Die weiteren, nur wenigen Kunden, waren mit ihren Einkäufen beschäftigt und achteten nicht auf den hochgewachsenen Mann im zerschlissenen Mantel. Vom Personal war nur eine einzige Mitarbeiterin zu entdecken, die an der Kasse saß und verträumt zur Eingangstür blickte. Sie war mit ihren Gedanken längst im Feierabend und hoffte, dass die restliche Arbeitszeit möglichst problemlos und schnell vergehen würde.

Diese Zeit, kurz vor Geschäftsschluss war äußerst günstig: Kunden, die noch schnell gehetzt letzte Einkäufe erledigten und Personal, dem nach einem langen Arbeitstag die nötige Konzentration fehlte, gaben ihm die nötige Sicherheit.

Seine Hand glitt in die Manteltasche und befühlte das kleine Päckchen. Ein wohliges Gefühl durchflutete seinen Körper - ein Gefühl der Überlegenheit, das ganz besondere Gefühl es wieder einmal allen gezeigt zu haben: dem Verkaufspersonal und den großen Ladenketten, die ihre Verluste nur zu gerne auf die Kunden abwälzten.

Sein geschultes Auge erkannte sofort, dass die Überwachungskameras des Ladens starr in eine Richtung eingestellt waren und aus Erfahrung wusste er, das so kurz vor Ladenschluss niemand mehr Zeit hatte, die Kontrollmonitore im Büro zu überwachen.

Sollte er es noch einmal wagen? Eine Flasche des teuren Champagners? Es kribbelte in seinen Fingern, er fühlte sich angespannt und erregt. Er wollte noch einmal diesen Kick erleben, diesen Nervenkitzel für eine kurze Zeit, um sich danach körperlich und mental entspannt zu fühlen.

Freundlich lächelte er eine Kundin zu, die ihren vollen Einkaufswagen hastig an ihm vorbei schob, dann wandte er sich dem Spirituosen-Regal zu und prüfte das Angebot. Nur einmal noch sah er der Kundin nach, die ihn schon längst nicht mehr beachtete, dann griff seine Hand nach der teuersten Flasche Champagner und blitzschnell, mit einer geübten Bewegung, verschwand diese in der sorgsam präparierten Innentasche seines Mantels. Perfekt - das war’s! Nach außen hin gelassen, innerlich aber unruhig, ging er zur Kasse.

Die Kassiererin erwachte aus ihrer Lethargie und setzte ein gequältes Lächeln auf. Sie griff nach dem kleinen Päckchen Kaugummi, zog es über den Scanner und nannte ihm den Betrag, den er umständlich aus der Geldbörse passend auf das Laufband legte. Kein „Bitte” oder „Danke” kam über ihre Lippen. Mit einem heftigen Schwung schloss sie die Kassenschublade und verfiel wieder in Passivität. Er murmelte leise einen Gruß und verließ unbehelligt den Laden.

Jetzt war er auf der anderen Seite. Mit sich zufrieden, atmete er tief durch. Sein Job als ‚Mystery shopper’ war erledigt. Etwas abseits des Eingangs notierte er Datum, Uhrzeit und die Waren, die er aus seinem Mantel ans Tageslicht holte, in einem kleinen roten Notizbuch

Morgen früh würde er dem Filialleiter des Supermarktes und dem Verkaufspersonal in einem aufklärenden Gespräch die Waren wieder übergeben. Auf die überraschten Gesichter war er schon jetzt gespannt.

© Yolanda

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen…Mit dieser Erfindung würde er groß rauskommen. Nur noch wenige Testläufe und ein sensibles Feintuning waren notwendig, um das Patent anzumelden und das revolutionäre Produkt, um das sich die Menschen reißen würden, auf den Markt zu bringen.

Jahrelang hatte er mit wechselndem Erfolg an der “Comfortessa” gearbeitet, einem 1,5 Meter breiten Kleiderschrank, in den man schmutzige Kleidungsstücke - auch mit Schuhen hatte er gute Erfahrungen gemacht - reinhängen und nach kurzer Zeit absolut sauber, keimfrei, knitterfrei und frisch duftend herausnehmen konnte. Das Prinzip war denkbar einfach, kam ihm doch die von ihm entwickelte Waagerecht-Senkrecht-Technik, basierend auf der Molekularfluktuation, der Resonanzvernebelung und der delokalisierten Dipolkraftverstärkung zu Hilfe.

Es war schon weit nach Mitternacht, als er den letzten Testlauf auswerten wollte. Er öffnete den Schrank, in den er vor ein paar Minuten die Sportsachen seiner beiden Jungen gehängt hatte und war mehr als zufrieden. Aber er stutzte, als er die Hose vom Bügel nahm, sie hatte deutlich an Gewicht zugenommen, was nach genauerer Untersuchung daher rührte, dass sich in der linken Tasche eine gute Handvoll 10-Cent-Stücke befand. Er zählte nach und kam genau auf die Zahl 101. Nanu? Als wirklich aufmerksamer Wissenschaftler war er es gewohnt, mit Lichtgeschwindigkeit zu kombinieren… Es kam für ihn nur die Möglichkeit in Frage, dass ein einzelnes vergessenes Geldstück sich in diesem energetischen Reinigungsfeld nicht den Bedingungen anpasste, sondern sich durch magnetisches Anomalieverhalten zu vermehren begann. Um die Hypothese zu überprüfen, steckte er er eine Münze in die Hosentasche, startete den Vorgang - und konnte mit Erstaunen feststellen, dass er richtig gelegen hatte. Der Faktor 100 blieb konstant auch bei den Euromünzen, die mehrere vermehrungswütige Testläufe über sich ergehen lassen mussten.

Als er sich im Morgengrauen ganz sicher war über die zusätzlichen Eigenschaften seines Reinigungskleiderschrankes, war an Schlaf nicht zu denken. Diese Erfindung musste geheim bleiben, unter keinen Umständen durfte jemand davon erfahren. Schade, dass die “Comfortessa” niemals auf den Markt kommen würde… Er dachte an all die Arbeitserleichterung und die Verminderung der Umweltbelastungen, aber der eigene Vorteil war ihm so wichtig, dass er das alles schnell vergaß.

In seiner Gier wurde er so unvorsichtig, dass er mit beiden Händen die ganzen bisher produzierten Münzen in den Schrank häufte, die Beduftungsfunktion ausschaltete - denn Geld stinkt ja nicht! - aber  zusätzlich den kovalenten Redox-Wasserstoffgleiter hochfuhr. Ein beherzter Knopfdruck auf den Startknopf und das vertraute leise Betriebsgeräusch war zu vernehmen, das langsam immer lauter wurde, bis ein ohrenbetäubender Lärm das ganze Haus erbeben ließ. Der Schrank vibrierte so stark, dass er anfing, sich selbständig zu machen und sich ruckartig hüpfend durch das Labor bewegte. Mittlerweile war er bedenklich ausgebeult, auch ein Laie konnte sehen, dass da im Inneren etwas an Volumen zunahm, das sich definitiv seinen Weg nach draußen suchen würde, es war nur noch eine Frage der Zeit… Zeit… Zeit. Sie rann, unaufhaltsam. Plötzlich die Explosion begleitet von einem lauten Knall!! Und dann schleuderte der Schrank mit der Vehemenz eines heftigenVulkanausbruchs seinen Inhalt heraus. Es war ein Geldregen, von dem der begnadete Comfortessa-Erfinder erschlagen wurde. Die Rettungsmannschaft fand ihn erst nach stundenlangem Geldschaufeln - von diesem Einsatz sprachen sie noch lange, denn so etwas hatten sie noch nie erlebt.

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen. Genauso hatte ich mir das vorgestellt! Anmelden, drankommen, nach Hause fahren. Endlich das lange Wochenende einleiten.

Ich saß im Wartezimmer des Arztes und blätterte ganz interessiert in den ausliegenden Magazinen. Mein Magen erinnerte mich mit lauten Geräuschen daran, dass ich noch nicht gefrühstückt hatte - und es war gleich nach zwölf. Ich träumte von einer großen Tasse Milchkaffee und einem schönen großen Kaffeeteilchen, das ich mir gleich nach dem Arzttermin aus der Bäckerei gegenüber kaufen würde.

Meine Blicke wanderten hinaus auf den Gang der Gemeinschaftspraxis, die Ärzte unterhielten sich miteinander und ich wurde aufmerksam, als ich plötzlich meinen Namen hörte. „…wir konnten sie gestern Abend nicht mehr erreichen…- …der Wert ist zu hoch… - sie wollte eigentlich heute kommen…”

Beunruhigt legte ich das Magazin aus den Händen, plötzlich war die Lust auf das verspätete Frühstück verflogen. Eine halbe Stunde später saß ich völlig verstört im Warteraum der internistischen Notaufnahme im Krankenhaus. Verdacht auf Thrombose. „Ich kann Sie so unmöglich in das lange Wochenende schicken”, sagte der besorgte Hausarzt, schüttelte mir ermutigend die Hand und lächelte mir freundlich zu. „Rufen Sie mich sofort an, wenn Sie mehr wissen - nach der Untersuchung. Bleiben Sie im Krankenhaus, wenn die Ärzte es Ihnen empfehlen!”

Wie bitte???

Dann ging alles sehr schnell, drei, vier Personen, zwei Ärzte, eine Schwester, alle wollten etwas wissen. „Krankheiten? Allergien? Bitte hinlegen und Ärmel hochkrempeln.” „Ich will Ihren Blutdruck messen, bitte auch die Hose hochkrempeln für das EKG.”

„Haben Sie Probleme beim Atmen? Rauchen Sie?” „Nein, ich möchte nur noch am Finger eine Blutentnahme machen. Wie ist das eigentlich mit dem Urin?” - Öhhh…?

Haben Sie regelmäßig Sex? Nein - das wurde ich nicht gefragt, aber es fehlte hier noch. Ganz benommen lag ich auf der Liege der Notaufnahme. Plötzlich kam ein smarter junger „Wadenbeißer”, die Sorte Ärzte, die sich beim Oberarzt profilieren müssen, aus dem Nebenzimmer.

Mit dem Handy am Ohr, ganz wichtig, setzte er sich an meine linke Seite, band den Arm ab und suchte eine Vene.

Nun war es mit meiner Geduld endgültig zu Ende. Ich schaute den jungen Arzt unverwandt feindselig in die Augen und entzog ihm unsanft meinen Arm. Diesen Wink schien er verstanden zu haben, stand auf und ging wieder hinaus. Der böse Blick hatte also wieder einmal funktioniert und die nette junge Ärztin machte sich an meinen Venen zu schaffen. Dann war das Prozedere vorüber, ich wurde mit einer Kanüle im Arm wieder in den Wartesaal geschickt und dort ging dann die Warterei los.

Stunde um Stunde verging - irgendwann nickte ich ein, wachte wieder auf. Nach vier Stunden kam der Oberarzt, netter Mann, entschuldigte sich bei mir. Wie höflich. Eigentlich ist das hier doch nicht so schlimm, die Stationsschwester hatte mir sogar ein Mittagessen besorgt und mir eine Flasche Mineralwasser hingestellt.

Wie überaus zuvorkommend.

Das Untersuchungsgespräch begann, das Telefon des Arztes klingelte. Notfall. Ein entschuldigender Blick, weg war er. Der Wadenbeißer kam aus dem hinteren Teil des Raumes angelaufen. „Wo ist er hin?” „Notfall. Ihr Chef ist schon unterwegs!” Ich grinste etwas bösartig. Und weg war der Fifi.

Dann ging die Warterei wieder los. Zwei Frauen saßen neben mir auf dem Gang. Kein Arzt in der Nähe. Fünf Uhr. Plötzlich erklang ein lauter Schrei. Die Frau neben mir krümmte sich vor Schmerzen, hielt ihre Hand auf die linke Körperhälfte und wimmerte nur noch.

„Meine Hände lösen sich auf!”, schrie die andere Patientin, die vermutlich ein Loch im Hals hatte - Gott sei Dank von einem dicken Mullverband verdeckt. Der Schlafanzug und die Urin- und Blutbeutel, die an ihr hingen, verliehen ihr ein jämmerliches Aussehen. „Junge Frau, können Sie nicht einen Notruf absenden?” Die beiden sahen mich mit hilflosen Augen an. Voller Panik lief ich zur Station. Die nette Schwester musste her. Sie kam und half.

Dankbare Blicke von der Dame im Rollstuhl, die noch immer wimmerte vor Schmerzen. Ein junger Pfleger kam, um sie zum Arzt zu bringen. Er stand etwas ratlos vor dem Zimmer, aus welchem besagter Arzt vor einer Stunde zu dem Notfall gerufen worden war.

„Der Oberarzt hat einen Notfallpatienten”, sagte ich ganz fachmännisch - schließlich hatte ich gerade zwei Leben gerettet und kannte mich aus.

Der junge Mann lächelte mich nett an - zu einem anderen Zeitpunkt, einem anderen Ort und ohne diese Kanüle im Arm hätte ich durchaus nichts gegen einen netten Plausch einzuwenden gehabt. Aber hier war ich schließlich mit meiner Angst beschäftigt. Also - no flirt.

Der Tag ging langsam seinem Ende zu und ich saß noch immer in der Notaufnahme, als endlich ein anderer Arzt kam, sich meiner annahm und die Untersuchung durchführte.

Das Ergebnis war negativ - es bestand keine Gefahr und ich war dankbar, endlich nach Hause gehen zu dürfen. Erst aber noch: Kanüle aus dem Arm, nein, das macht die Schwester, auschecken, nein, das muss der Wadenbeißer unterschreiben. Irgendwann waren auch diese Hürden genommen, ich saß im Auto und es ging mir plötzlich unglaublich gut. Der Abend versprach viel, die Sonne schien und ich freute mich unsäglich auf ein irgendwie geartetes alkoholisches Getränk - mit oder ohne Bizzel. Hauptsache auf der heimischen Couch. Wie schön doch diese einfachen Dinge des Lebens sein können!

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen…

Die Leute von der Umzugsfirma fuhren gerade wieder von dem großen Vorhof. Maja konnte es immer noch nicht glauben. Ihr Onkel hatte ihr doch tatsächlich ein ganzes kleines Schlösschen und mehrere Wiesen und Wälder hinterlassen. Ein riesiges Grundstück. Das kam ihr gerade Recht. Ihr kleines Drachenbaby Flämmchen hatte mittlerweile die Größe eines Ponys erreicht und hatte einfach keinen Platz mehr in der früheren Wohnung gehabt. Hier konnte sie sich nach belieben austoben und es gab weit und breit keine Nachbarn, die sich wegen dem Lärm beschweren konnten. Maja sah sich ihr neues Heim an. Es war gewaltig, atemberaubend. Sie wusste, dass sie ein so großes Schloss, auch wenn es vergleichsweise eher klein war, niemals in Ordnung halten könnte. Deshalb beschloss sie, nur die Zimmer im Erdgeschoss zu bewohnen und alles andere Flämmchen zu überlassen. Allein das Erdgeschoss war schon etwa dreimal so groß, wie ihre alte Wohnung, die sie nun vermieten wollte. Sie trat durch die schwere Eichentür und sah sich um. Überall standen noch Kartons herum. Flämmchen wühlte gerade in einem von ihnen herum und holte schließlich triumphierend einen überdimensionalen Hundenapf heraus. Maja schmunzelte. „Schon wieder hungrig? Du hast doch wohl nicht vor noch mehr zu wachsen, oder? Flämmchen grunzte nur und hielt ihr als Antwort den Napf entgegen. Mit einem Seufzen nahm Maja ihn entgegen und ging in die Küche. Das Futter für Flämmchen hatte sie wohlwissend schon ausgepackt. Es bestand aus Möhren, Äpfeln, Nüssen und ganz viel rohes Fleisch. Maja hatte musste sehr viel ausprobieren, bis sie wusste, was Flämmchen mochte und auch vertragen konnte. So wusste sie auch, dass Drachen von Paprika Schluckauf bekommen und von Birnen Furzen müssen. Es hatte Wochen gedauert, den Geruch wieder aus der Wohnung zu bekommen. Nie wieder Birnen, das hatte Maja sich geschworen. Zwischen das alltägliche Futter mischte sie nun ein wenig Lachs. Einfach mal zum ausprobieren. Vielleicht mag Flämmchen es ja. Sie brachte den Napf wieder ins Wohnzimmer. Nachdem Flämmchen erst etwas misstrauisch dran gerochen hatte, schlang sie es so gierig herunter, dass Maja Angst hatte, demnächst einen Drachen mit Bauchweh behandeln zu müssen. Nachdem Flämmchen ausgegessen hatte, wollte sie nach draußen. Sie sprang wild durch die Gegend und flatterte ungeschickt über die weiten Wiesen. Maja zückte ein kleines Notizbuch und schrieb: Nach Lachs ist Flämmchen extrem hyperaktiv.” Dann steckte sie das Büchlein wieder weg und ging ins Schloss um die Kartons auszupacken.

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen, bald hatte er das Ziel erreicht. Bei dem Gedanken bekam er glänzende Augen. Und mit eben diesen glänzenden Augen stand er nun am Fenster, das Walkie-Talkie in der Hand. „Zentrale an Posten 17a.” „He, Zentrale hier. Posten 17a, jetz’ funk’ endlich zurück. Posten 17 a, hörst du nicht? Ich werde mich beim Chef über dich beschweren, 17a. Das gibt ‘ne fette Beschwerde, ‘ne Seite oder so. Das kommt dann in deine Akten, und die sind dann versaut. Dann ist deine ganze Karriere bei uns im Eimer, hörst du nicht?? Posten 17a, jetzt setze ich automatisch Plan SOS 19 ein. Ende.” „Posten 17a, Akte versaut, S0S 19. Na, wie gefällt dir das, Posten 17a? Gar nicht, wie? Ach, du willst antworten, aber irgendein böser Mensch hat dir wohl einen Klebestreifen über den Mund geklebt. Tja, böse Menschen gibt’s heutzutage. Aber da kann man nichts machen, die Welt verroht. Wieso was dagegen tun. Es hilft dir sowieso keiner. Das sieht man schon an den beiden da.” Er nickte verächtlich zu dem Haus gegenüber. „Klaus Buor, Gerd Harg. War einer davon nicht dein Mitstreiter? Ach ja, ihr lieben Die Erde verroht! Tut was dagegen!-Kämpfer seid wirklich niedlich. Ihr geht mit kindlicher Naivität euer Ziel an und hofft, zu gewinnen. Keine Chance. Stellt euch vor, es gibt Leute auf der Welt, die Kindern überlegen sind. Aber ganz kleine Kinder realisieren das wohlmöglich noch nicht. Ach, du hast meine komplexe deutsche Sprache nicht verstanden? Warte, ich versuch’s mal in Babyisch. Gagag - ich gut, du dumm. Zu klein, zu dumm, deine Freude auch. Immer noch nicht, wie? Aber richtig Babyisch kann ich leider nicht, ich brauche es im Alltag nicht, du dagegen schon. Tja, dann können wir uns halt nicht unterhalten. Schade eigentlich, ich hatte gehofft, ich könnte einiges von dir erfahren. Zum Beispiel, wie du eigentlich wirklich heiß, Posten 17a. Oder…..oder, wer dein Boss ist. Aber das werde ich wohl vorerst nicht aus dir herausbekommen, oder singt das Vögelchen heute? Nein? Ach, ich werde das Vögelchen mal um ein Lied bitten, Posten 17a.” Mit zwei großen Schritten durchquerte er den Raum und blieb vor dem gefesselten Mann stehen. „ Hallo, was bist du denn für eine schöne Art? Rotkehlchen, Rabe? Elster, Kolibri? Ich hoffe auf einen Singvogel, aber wenn du keiner bist - kein Problem, wir kriegen auch den stummsten Vogel zum Singen, Posten 17a. Aber man kann auch nicht alles haben, oder?” Mit einer schnellen Bewegung riss er dem Mann den Klebestreifen vom Mund. „Und jetzt will ich was hören, Vögelchen.”, knurrte er, das Messer, das er vorher noch im Gürtel stecken hatte, drohend erhoben. „Nichts wirst du erfahren, und deine Bande wird nie etwas über uns erfahren. Eher verreck’ ich!”, schrie der Mann. „Na gut, dann eben nicht. Ist deine Entscheidung.”, zuckte der Witzbold die Schultern. „Wir können ja warten. Zeit ist genug.” Mit diesen Worten drehte er sich zum Fenster. Das war seine Chance, das war der Fehler, auf den der Gefangene die ganze Zeit gewartet hatte. Mit einer geschickten, leisen Bewegung warf er die Fesseln ab. Dann stand er ebenso leise auf und schnappte sich ein herumliegendes, abgebrochenes Stuhlbein. Schnell schlich er sich an den - nun armen - sinnlos vor sich hinstarrenden Entführer heran, und…….zog ihm das Stuhlbein über den Kopf. Mit einem leisen Bump fiel der nun bewusstlose Mann zu Boden. Geschafft! Der imaginäre Seufzer erleichterte ihn. Langsam legte er das Bein zur Seite und hockte sich neben den Bewusstlosen. Mit einer schnellen Bewegung entwand er ihm zuerst das Walkie-Talkie, dann den Dienstausweis und das Portemonnaie. Seine fahrigen Finger durchsuchten das Portemonnaie - nichts, was ihn interessieren konnte, befand sich darin.

Aber man konnte ja nie wissen, also steckte er das Portemonnaie zu Seinem. Jetzt nahm er sich den Dienstausweis vor, doch gerade als er den Namen auf eben diesem lesen wollte, ertönte ein Schuss. Er war sofort tot.

Da öffnet sich die Tür der Schreibwerkstatt und ihr könnt viele Geschichten lesen, die alle gleich beginnen, nämlich so:

Perfekt! Alles lief wie am Schnürchen…

Also, bis später! Mal sehen, was da am Ende eines jeden Schnürchens auf uns wartet.

Perfekt!

Alles läuft wie am Schnürchen… Naja, ein paar Formulierungsknoten sind noch aufzudröseln und ich bin mir noch nicht sicher, ob mein Protagonist am Ende sterben wird. Das wird sich aber heute kurzfristig entscheiden…

Zwischenstand so kurz vor knapp: Die Geschichte für Samstag ist fast fertig - Donna schreibt…

Liebe Grüße zu euch!

Herr Moppelmann

Kleine Moppelmann-Pause!

Heinz Werner trifft sich mit Marlene am Wochenende in Bielefeld…

Sibylle ist ebenfalls unterwegs in den Weiten der Singlebörse - sie hat am Wochenende ein Date…

Donna betreut am Wochenende das Schreibprojekt und hat ihre Geschichte noch nicht am Start…

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